WEIHNACHTEN

10.11.2022

Was ist anders an Weihnachten 2022? Die repräsentative mydays Studie bringt spannende Zahlen und Fakten zum diesjährigen Weihnachtsfest zu Tage: Weniger Geld für Geschenke aufgrund von Inflation und Krise - Socken Flop, Städtetrips top - Essen und Outfit zum Fest eher unglamourös.

MÜNCHEN. (pm) - Alle Jahre wieder oder ist es dieses Jahr anders? Eine aktuelle online-repräsentative Studie von mydays in Zusammenarbeit mit Statista Q zum diesjährigen Weihnachtsfest zeigt:

  • Fast zwei Drittel der Deutschen (65 Prozent) halten es für (sehr) wahrscheinlich, dass sie in diesem Jahr aufgrund von Inflation und Krise weniger Geld für Geschenke ausgeben werden, 11 Prozent schenken gar nichts

  • Socken traditionell an der Spitze der Geschenke-Flopliste, gefolgt von Geschirr; an der Spitze der Topliste stehen gemeinsame Erlebnisse und Sachgutscheine

  • O du Fröhliche? Fröhlichkeit an Weihnachten nimmt mit zunehmendem Alter ab, mehr als ein Drittel finden die Weihnachtszeit stressig

  • Dress to impress oder Gammellook: Knapp jede dritte Frau kleidet sich richtig schick, mehr als jeder fünfte Mann trägt Jogginghose, 10 Prozent folgen dem Ugly Christmas Sweater Hype und tragen Weihnachtspullis

  • Bodenständiges Festmenü: Ungefähr jede:r dritte Deutsche (30 Prozent) isst an Heiligabend traditionell Kartoffelsalat mit Würstchen, in Ostdeutschland sind es sogar 44 Prozent

  • Echt oder fake? Mehr als ein Drittel (35 Prozent) stellt einen Plastikbaum auf

  • 15 Prozent der Deutschen gehen an Heiligabend in die Kirche

Alles rund ums Schenken

And the winner is....die Geschenke-Tops und Flops

Knapp jeder Vierte (26 Prozent) erstellt eine Wunschliste, um sicherzugehen, dass die Geschenke auch wirklich gefallen. Für alle, die den restlichen 74 Prozent ohne Wunschliste ein Geschenk machen möchten, gibt die Studie Aufschluss, welche Geschenke für eine schöne Bescherung sorgen. Die Befragten freuen sich dieses Jahr vor allem über gemeinsame Erlebnisse (34 Prozent) wie zum Beispiel Städtetrips, Wellness, außergewöhnliche Übernachtungen; Sachgutscheine (27 Prozent) und Geld (24 Prozent). Die Geschenke am unteren Ende der Beliebtheitsskala werden angeführt von Socken: Lediglich vier Prozent geben an, sich darüber zu freuen, gefolgt von Geschirr (fünf Prozent) und Getränken (sechs Prozent).

Schlankeres Budget: Der Gürtel wird dieses Jahr enger geschnallt, Geschwister gehen oft leer aus

Wenn es um das Thema Schenken geht, fallen diese dieses Jahr kleiner oder zumindest günstiger aus. Fast zwei Drittel (65 Prozent) der Befragten halten es für (sehr) wahrscheinlich, dass sie im Vergleich zu den Vorjahren weniger Geld für Geschenke ausgeben werden. Knapp eine:r von zehn Deutschen kauft überhaupt keine Geschenke. Das meiste Budget entfällt auf den/die Partner:in: Jede:r Vierte (26 Prozent) lässt es sich zwischen 50 und 100 Euro kosten, den oder die Liebste:n zu beglücken. 27 Prozent greifen noch tiefer in die Tasche und geben mehr als 100 Euro aus. 18 Prozent geben weniger als 50 Euro aus. Für einzelne Familienmitglieder hingegen geben 37 Prozent unter 50 Euro aus.

Geschenke bleiben überwiegend in der Familie: 56 Prozent beschenken den oder die Partner:in, 45 Prozent die eigenen Kinder, 43 Prozent die eigenen Eltern. Geschwister gehen oft leer aus: Nicht einmal jede:r Dritte beschenkt Geschwister und Freunde (jeweils 29 Prozent). 14 Prozent machen auch sich eine Freude und beschenken sich selbst. Jede:r Zehnte tut Fremden Gutes und spendet an Bedürftige.

Early Bird Käufer:innen: Der frühe Vogel fängt das Geschenk...und das muss von Herzen kommen

44 Prozent der Befragten kaufen vier Wochen vor Weihnachten Geschenke, fast ein Drittel (29 Prozent) kauft diese sogar mehrere Monate vorher. Kurzentschlossene gibt es hingegen nur selten. Lediglich 14 Prozent kaufen ihre Geschenke eine Woche vor Weihnachten oder noch später. Übrig bleiben die etwas mehr als 10 Prozent, die generell keine Weihnachtsgeschenke kaufen. Wenn es ganz grundsätzlich um Geschenke geht, ist es 62 Prozent der Befragten wichtig, dass das Geschenk von Herzen kommt, gefolgt von, dass es etwas Persönliches ist, worüber sich jemand Gedanken gemacht hat (49 Prozent). Am unwichtigsten ist laut Studie der Preis: Lediglich drei Prozent legen darauf wert, dass ein Geschenk teuer war.

Alles rund um den Heiligabend

Dress to impress? Frauen tragen das Beste zum Feste, Männer halten es eher mit rock your PJ's

An "Dress to impress" halten sich vor allem die Frauen, gut jede Dritte (35 Prozent) kleidet sich richtig schick, bei den Männern trägt hingegen nur jeder Fünfte festliche Kleidung (20 Prozent). Die meisten Deutschen (39 Prozent) halten es an Heiligabend casual und leger, wobei die Männer es mit 43 Prozent legerer mögen als Frauen (34 Prozent). Gut jeder fünfte (21 Prozent) Mann geht auf der Bequemlichkeitsskala noch einen Schritt weiter und trägt an Heiligabend Jogginghose. Bei den Frauen sind es immerhin 16 Prozent. Was Karl Lagerfeld wohl dazu sagen würde? Jeder zehnte Deutsche trägt außerdem einen Weihnachtspulli und folgt damit dem weltweiten Ugly Christmas Sweater Hype.

Würstchen und Kartoffelsalat Nummer eins; jede:r 10. bestellt, 14 Prozent gehen essen

Nicht nur bei der Kleidung, auch beim Essen halten es viele bodenständig: In fast jedem dritten Haushalt (30 Prozent) stehen an Heiligabend traditionell Würstchen mit Kartoffelsalat auf dem Tisch. Wobei es hier deutliche regionale Unterschiede gibt: In Ostdeutschland werden in 44 Prozent der Haushalte Würstchen und Kartoffelsalat serviert, in Nord- (26 Prozent), Süd- (29 Prozent) und Westdeutschland (24 Prozent) hingegen seltener. Den klassischen Weihnachtsbraten gibt es bei 12 Prozent der Deutschen, die Weihnachtsgans kommt bei 9 Prozent auf den Tisch und Raclette steht bei acht Prozent auf dem Menü. 

Unabhängig davon, was auf den Tisch kommt, ist es in den meisten Fällen (84 Prozent) aber immer selbstgekocht. 14 Prozent gehen an Heiligabend in ein Restaurant und jeder Zehnte (10 Prozent) lässt sich das Essen nach Hause liefern. Nicht nur gekocht wird selbst, auch in der Weihnachtsbäckerei sind die Leckereien tendenziell selbstgebacken: 61 Prozent stimmen der Aussage zu, dass sie dieses Jahr Plätzchen backen werden.

Oh du Fröhliche? So ist die Stimmung in deutschen Haushalten

Die Stimmung der Deutschen an Weihnachten ist überwiegend positiv - Nur wenige beschreiben diese angespannt (7 Prozent) oder sorgenvoll (7 Prozent). Immerhin mehr als jede:r Dritte (34 Prozent) findet die Weihnachtszeit stressig. Knapp jede:r Zweite fühlt sich hingegen friedlich (50 Prozent) oder besinnlich (48 Prozent) und weitere 36 Prozent geben an, an Weihnachten in einer fröhlichen Verfassung zu sein. Auffällig: Die Fröhlichkeit nimmt mit zunehmendem Alter kontinuierlich ab. Während noch knapp jede:r Zweite (49 Prozent) im Alter zwischen 18 und 29 Jahren angibt, fröhlich zu sein, sind es im Alter zwischen 40 und 49 Jahren nur noch 38 Prozent und im Alter von 50 bis 59 Jahren nicht einmal jede:r Dritte (27 Prozent).

Old but gold: Bescherung, Plätzchen und Adventskranz beliebteste Traditionen, der Baum trägt die Farbe der Liebe

Bei 58 Prozent der Befragten gibt es eine Bescherung, bei rund der Hälfte stehen Weihnachtsplätzchen (51 Prozent) und ein Adventskranz (50 Prozent) auf dem Tisch. Und wie steht es um das Symbol für Weihnachten schlechthin, den Weihnachtsbaum? Mit 23 Prozent hat fast jede:r vierte Befragte gar keinen. Die, die einen haben, bevorzugen mehrheitlich schlichten Baumschmuck (50 Prozent). Wennschon, dennschon denken sich 27 Prozent der Befragten und schmücken ihren Baum prunkvoll. O Tannenbaum, o Tannenbaum, wie echt sind deine Blätter? Mehr als ein Drittel (35 Prozent) stellt einen wiederverwendbaren Plastikbaum auf und zwei Drittel (63 Prozent) setzen auf die klassische Variante und haben einen echten Baum. Knapp jeder fünfte Baum erstrahlt in der Farbe der Liebe: 21 Prozent setzen auf roten Baumschmuck.

Musik liegt ebenfalls bei fast der Hälfte der Befragten in der Luft: 43 Prozent hören gemeinsam Weihnachtsmusik und weitere 13 Prozent singen sogar zusammen.

Grundlage für diese online-repräsentative Studie war eine Online-Befragung in Zusammenarbeit mit Statista Q, bei der Ende September 1.000 Personen ab 18 Jahren in Deutschland befragt wurden.