Landwirtschaft kommt an

03.10.2022

Das Landwirtschaftliche Hauptfest auf dem Wasen endet heute. "Landwirtschaft erleben" ist ein Motto das ankommt - die Aussteller sind zufrieden.

Stuttgart. (pm) - Mit dem heutigen "Tag der deutschen Einheit" am 3. Oktober geht das 101. Landwirtschaftliche Hauptfest (LWH) zu Ende. Einig sind sich der Landesbauernverband in Baden-Württemberg e.V. als Veranstalter und die in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft, dass das LWH unter nicht einfachen Rahmenbedingungen - Energiekrise, Inflation, Corona-Pandemie, Krieg in der Unkraine - ein wichtiges Signal in die Agrarwirtschaft gesetzt hat und ein Erfolg war. "Insgesamt kamen rund 150.000 Besucher:innen auf das Landwirtschaftliche Hauptfest. Damit können und dürfen wir mehr als zufrieden sein. Ganz unabhängig von der Zahl ist für uns natürlich die Zufriedenheit unserer Aussteller wichtig und die Resonanzen sind überaus positiv", betont in.Stuttgart-Geschäftsführer Andreas Kroll.

Süddeutschlands größter Bauernhof mit viel Zuspruch
Neun Tage lang strömten die Besucher auf das LWH und erkundeten Süddeutschlands größten Bauernhof in der Landeshauptstadt. "Trotz durchwachsenem Wetter genossen Fachbesucher wie Verbraucher das breite Angebot in den acht Messehallen und dem großzügigen Außengelände", sagt Bauernpräsident Joachim Rukwied. "Für viele Landwirte ist und bleibt das Hauptfest der Treffpunkt, um mit Berufskollegen ins Gespräch zu kommen. Das haben die Bauern rege genutzt und sich zudem über die aktuellen Trends in der Agrarwirtschaft informiert."

Bauerntag mit Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir
Der traditionelle Bauerntag am 29. September fand im vollbesetzten Gastronomiezelt statt. Zu den Landwirten sprachen Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir und Landwirtschaftsminister Peter Hauk. "Über 600 Bäuerinnen und Bauern aus dem ganzen Land sowie zahlreiche Gäste aus der Agrarwirtschaft nahmen an der Traditionskundgebung teil und nutzten die Gelegenheit, mit ihren Berufskollegen ins Gespräch zu kommen", erklärt LBV-Präsident Rukwied. "Unsere Bäuerinnen und Bauern erwarten von dem Bundeslandwirtschaftsminister starke Unterstützung im Hinblick auf die anstehenden Herausforderungen insbesondere ein Überarbeiten der aktuellen Brüsseler Vorschläge zum Pflanzenschutz und zur Biodiversität."

Erfolgreiches Kinder- und Schülerprogramm
Erstmals hatten der Landesbauernverband gemeinsam mit Lernort Bauernhof Baden-Württemberg und dem Verein information.medien.agrar ein Kinder- und Schülerprogramm auf dem LWH angeboten. "Mit mehr als 2.000 Schulkindern war dieses Angebot für die jungen Besucher ein überragender Erfolg", sagt Bauernpräsiden Rukwied. "Der LWH-Wissenshof in der Halle 1 und die Rallyes auf dem Messegelände, die Führungen und die Expeditionen in den Kuhstall haben die Kinder und Jugendlichen mit großem Interesse angenommen." Erstmals fand auch eine Schülerpressekonferenz mit den Redaktionen von Schülerzeitungen statt, an der über 100 Jungredakteure teilgenommen haben.

Viele innovative Projekte wurden auf dem LWH gezeigt
Unter dem Motto "LANDWIRTSCHAFT erLEBEN!" präsentierten sich mehr als 500 Aussteller aus dem Inland und dem benachbarten Ausland auf dem Wasen. Dabei gab es auch einige Neuerung zu sehen. Angesichts der Energiekrise stand vor allem ein Methangas-Schlepper im Blickpunkt, der erstmals auf dem LWH in Stuttgart zu sehen war. Auch das nachhaltige Projekt "Agri-PV" vor der Halle 1 fand viel Beachtung. Bei dem vom Fraunhofer Institut vorgestellten Verfahren eröffnet sich die gleichzeitige Nutzung von Flächen für die landwirtschaftliche Pflanzenproduktion (Photosynthese) und die Stromproduktion (Photovoltaik). Dabei steigert Agri-PV die Flächeneffizienz und ermöglicht den Ausbau von Photovoltaik-Elementen bei gleichzeitigem Erhalt fruchtbarer Ackerflächen für die Landwirtschaft.
Hoch im Kurs standen bei Groß und Klein einmal mehr die rund 600 Tiere, die für und in der Landwirtschaft eine bedeutende Rolle spielen. Aber auch die Hallen 1 bis 8 waren in den Tagen immer bestens gefüllt. "Das Angebot aus Informationen, vielen Produkten und Kulinarik kam bei den Verbrauchern und den LWH-Gästen an. Das gehört einfach zu einer solchen Messe", sagt René Otterbein, verantwortlich für die LWH-Leitung bei der in.Stuttgart Veranstaltungs-gesellschaft.

Zu einem großen Erfolg hat sich das nachhaltige Aufforstungsprojekt mit dem LWH-Wald entwickelt, das gemeinsam mit dem Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz und dem Forst-BW im Frühjahr gestartet ist. Das Ziel, 2022 Bäume für den LWH-Wald zu pflanzen, ist längst überschritten. "Wir sind bereits bei fast 3.400 Bäumen, die in Schlat im Landkreis Göppingen nach und nach gesetzt werden," so René Otterbein, "und es werden bestimmt noch mehr werden. Die 3.500 schaffen wir auch noch".

Die gute Zusammenarbeit zwischen dem Landesbauernverband in Baden-Württemberg und der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft geht weiter. Die Zusammenarbeit für das
102. Landwirtschaftliche Hauptfest im Herbst 2026 wurde schon vor vier Jahren vereinbart.