ERDBEBEN: 37 Tonnen Hilfsgüter in Kroatien angekommen

05.02.2021

KIRCHHEIM. (red) -  Nachdem das Kroatische Rote Kreuz aus der Erdbebenregion Sisak-Moslavina beim DRK Kreisverband Esslingen um weitere Hilfsgüter gebeten hatte, rief Martin Kuhn, stellvertretender Kreisbereitschaftsleiter des DRK Kreisverbands Esslingen, in den sozialen Medien und bei etlichen DRK-Kreisverbänden zu weiteren Spenden auf. An drei Samstagen sammelten die DRK-Helfer in Esslingen knapp 37 Tonnen Hilfsgüter. Der Generalkonsul der Republik Kroatien, Ivan Sablić sowie Esslingens Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger besuchten den DRK Kreisverband Esslingen am zweiten Sammeltag. Beide zeigten sich von der Welle der Solidarität überwältigt.

"Wir haben einen Anhänger voll mit Fliesen und in den weiteren Fahrzeugen befinden sich Hygieneartikel, FFP2-Masken und Schutzanzüge", konkretisierte Martin Kuhn am Donnerstagabend beim Kirchheimer DRK Logistikzentrum am Hohenreisach die gesammelten Spenden. Dazu kommen noch allerlei Lebensmittel sowie zwölf Krankenhausbetten. "Wir fahren im Konvoi mit sechs Sattelschleppern, zwei Begleitfahrzeugen und einem Sprinter, der dem Roten Kreuz in Sisak übergeben wird nach Kroatien." 19 DRK-Helfer erklärten sich spontan bereit, den Hilfsgütertross der gemeinsamen Aktion der Kreisverbände Esslingen und Nürtingen-Kirchheim zu begleiten. Martin Kuhn, der den Konvoi anführt, hat sprachliche Unterstützung aus der eigenen Familie dabei. "Meine Freundin, Konny Matic, kommt aus Kroatien und kann während der Hilfsaktion vor Ort dolmetschen." Punkt 22 Uhr startete der Konvoi aus neun Fahrzeugen mit Blaulicht Richtung Kroatien. "Wir fahren etwas mehr als 800 Kilometer. An der Grenze zu Kroatien werden wir bis nach Sisak von der örtlichen Polizei eskortiert", erklärte Martin Kuhn noch kurz vor der Abreise. Am Freitag gegen 14 Uhr ist der Konvoi sicher in Sisak angekommen. Auf der Hinreise gab es für die Teilnehmer am Hilfskonvoi jedoch mulmige Gefühle: "Wir erfuhren, dass die Erde im Zielgebiet heute morgen schon wieder gebebt hat", bestätigte Martin Kuhn per WhatsApp. Bis 18 Uhr sei das 19-köpfige DRK-Team mit Ausladen beschäftigt gewesen. Die Rückreise nach Deutschland ist für Sonntag nach dem Frühstück geplant.