AUSGANGSSPERRE IN BADEN-WÜRTTEMBERG

12.12.2020

Wegen weiter steigender Corona-Zahlen gilt in ganz Baden-Württemberg ab heute eine durchgehende Ausgangsbeschränkung. Dies bestätigte MP Winfried Kretschmann bei einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz.

STUTTGART. (pm) - Angesichts der steigenden Infektionszahlen gelten in ganz Baden-Württemberg ab Samstag (12.12.) scharfe Ausgangsbeschränkungen. Das bestätigte Landesvater Winfried Kretschmann bei einer Pressekonferenz am gestrigen Freitag. Bei den Ausgangsbeschränkungen "sei er vorgeprescht", weil die Corona-Zahlen in Baden-Württemberg so hoch seien, sagte der Ministerpräsident.

BW beschließt verschärfte Ausgangsbeschränkungen

Tagsüber, von 5 bis 20 Uhr, gelten strenge Ausgangsbeschränkungen in ganz Baden-Württemberg. Zu dieser Zeit sind dann nur noch folgende Punkte erlaubt:

  • Besuch von Einzelhandelsbetrieben
  • Besuch von Schulen, Kindertagesstätten und Veranstaltungen des Studienbetriebs
  • Ansammlungen und private Veranstaltungen mit Angehörigen des eigenen Haushalts oder maximal 5 Personen aus bis zu zwei Haushalten sowie Verwandten in gerader Linie und Partner. (Kinder der jeweiligen Haushalte bis einschließlich 14 Jahre sind hiervon ausgenommen.)
  • Veranstaltungen nach Corona-Verordnung. Diese regelt zum Beispiel die Teilnahme an Gerichtsterminen oder Sitzungen kommunaler Gremien.
  • Besuch von Versammlungen nach Grundgesetz (Demos etc.)
  • Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts
  • Sport und Bewegung an der frischen Luft ist ausschließlich alleine, mit einer weiteren nicht im selben Haushalt lebenden Person oder mit Angehörigen des eigenen Haushalts erlaubt.

Am Abend und in der Nacht von 20 bis 5 Uhr ist das Verlassen der Wohnung nur noch bei folgenden triftigen Gründen erlaubt:

  • Besuch von privaten Veranstaltungen an Weihnachten in der Zeit vom 23.12 bis 27.12
  • Ausübung beruflicher Tätigkeiten
  • Inanspruchnahme medizinischer, auch veterinärmedizinischer Leistungen
  • Begleitung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen
  • Begleitung Sterbender und von Personen in akut lebensbedrohlichen Zuständen
  • Gassi gehen oder Tierarztbesuch

Kein Alkohol mehr an öffentlichen Plätzen

Außerdem untersagt das Land Baden-Württemberg den Ausschank und Verkauf von Alkohol an Orten mit hohem Publikumsverkehr, erklärte Winfried Kretschmann am Freitagmittag bei der Pressekonferenz. Die neuen Maßnahmen gelten laut dem Ministerpräsidenten zunächst für vier Wochen