AICHTAL: Große Dankbarkeit für Impfaktion

07.04.2021

Die Impfaktion der Kommunen Aichtal, Altenriet, Neckartailfingen, Neckartenzlingen, Schlaitdorf und Wolfschlugen ging erfolgreich über die Bühne. Rund 600 Berechtigte erhielten ihre erste Impfdosis.

AICHTAL. (red) - Landrat Heinz Eininger zeigt sich zufrieden: Die zehnte von insgesamt 23 Vor-Ort-Impfaktionen im Landkreis Esslingen ist abgeschlossen und damit haben nun mindestens 3.400 Menschen in den mobilen Impfstationen die erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten. In der Sporthalle in Aichtal wurden allein an den beiden Aktionstagen 600 von 2.050 Berechtigten geimpft.

"Viele wollen sich lieber vom Hausarzt impfen lassen oder sind in einem dem Impfzentren bereits angemeldet", bestätigte am Mittwoch Aichtals Bürgermeister Sebastian Kurz. Gerhard Gertitschke, Bürgermeister in Neckartailfingen betonte: "Dies zeigt, dass die Bevölkerung Vertrauen in die Hausärzte hat."

An der Impfaktion in Aichtal beteiligten sich weitere fünf Kommunen: Altenried, Neckartailfingen, Neckartenzlingen, Schlaitdorf und Wolfschlugen. Rund 60 Kräfte waren am Vor-Ort-Termin in Aichtal beteiligt.

Landrat Heinz Eininger lobte die Zusammenarbeit der Hilfsorganisation, der zentralen Impfzentren und des Landratsamts und bedankte sich bei den über 30 Ehrenamtlichen, die seit Ostersonntag mit dem Aufbau der Impfkabinen in der Sporthalle und der Durchführung der Aktion beschäftigt waren. Der Dank ging auch an das Klinikum Stuttgart, an das Jugendhaus und die Bürgerbusse aus Aichtal und Neckartenzlingen. "Wir sind einer der wenigen Landkreise in Baden-Württemberg, die solche Aktionen auf die Beine stellen", betonte der Landrat. Dies erfordere eine gute Zusammenarbeit mit den Impfzentren und vor allem die Bereitschaft der einzelnen Kommunen im Landkreis. "Es ist ein gutes Zeichen für die Zukunft und zeugt von Zusammenhalt", lobte Heinz Eininger. Im Landkreis Esslingen wurden seit der ersten Lieferung der Impfdosen bisher rund 45.000 Gesamtimpfungen verabreicht, dazu kommen 220 Impfungen eines Hausarztes, der versuchsweise in seiner Praxis geimpft hatte. "Seit drei Wochen haben wir in Altenheimen keine Ausbrüche mehr", erklärte Eininger und bedauert die schleppende Anlieferung der Impfdosen. "Wir waren mit unseren Impfzentren in Esslingen und an der Messe kurz nach Weihnachten bereit."

Er mahnte: "Die Vor-Ort-Impfaktionen sind Kraftakte, die man kaum über eine längere Zeit durchhalten kann. Wir müssen dies in unserem Gesundheitssystem in ein Regelwerk umsetzen." Im Landkreis Esslingen gibt es etwa 36.000 Menschen, die über 80 Jahre alt sind.

Flexibles Impfen

An der Impfreihenfolge werde weiterhin festgehalten, betonte Landrat Eininger. Sollten aber genügend Impfdosen vorhanden sein, könnte man vom "phäben" und genauen Impfplan in Bälde abweichen und flexibler werden. Ganz aktuell bestätigte Heinz Eininger: "Alle Landkreise in Baden-Württemberg wollen die Impfzentren bis mindestens Ende September 2021 offenhalten. Dies haben wir per Brief dem Sozialministerium mitgeteilt." Er bestätigte einen immensen Organisationsaufwand bei den Hilfsorganisationen und der Verwaltung. "Wir haben über 500 Arbeitsverträge abgeschlossen, damit für die Impfungen genügend Kräfte zur Verfügung stehen." Die Impfzentren der jeweiligen Landkreise seien aber auch offen für Bürger aus anderen Landkreisen.

Matthias Ruckh, Bürgermeister in Wolfschlugen, lobte die interkommunale Zusammenarbeit. "Wir spüren für diese Vor-Ort-Impfaktion eine enorme Dankbarkeit aus der Bevölkerung." In sechs Wochen bauen die Helfer die Impfkabinen in der Aichtaler Sporthalle wieder auf. "Da gibt es die Zweitimpfung, die Termine dafür sind bereits vereinbart", erklärt Bürgermeister Sebastian Kurz das weitere Vorgehen.